Drei Paderborner bei Shogi-Europameisterschaften 2026 in Paderborn

Die Europäische Shogi-Meisterschaft 2026 fand vom 6. bis 9. August 2026 in Paderborn statt. Über vier intensive Tage wurden sechs verschiedene Turniere ausgetragen, an denen Shogi-Spieler aus ganz Europa und Japan teilnahmen.

Die Veranstaltung begann am Donnerstag mit dem Team-Turnier, bei dem Mannschaften aus jeweils drei Spielern gegeneinander antraten. Mit vier Mannschaftssiegen gewann JDF2, bestehend aus Jean Fortin, Dmitry Belous und Frederik Wiethölter, das Turnier. Vier Mannschaften erreichten drei Mannschaftssiege. Den zweiten Platz belegte Army of Tokins, während Sannin no Ocha Dritter wurde.

Am Abend folgte das Blitz-Turnier mit einer verkürzten Bedenkzeit von acht Minuten pro Spieler. Der professionelle Spieler Shohei Takada und Ehrengast Noboru Kosaku von der Osaka University of Commerce nahmen am Turnier teil und gaben ihren Gegnern dabei Vorgaben von bis zu zwei Steinen. Am Ende erreichten drei Spieler jeweils sechs von sieben möglichen Punkten. Anton Starykevich belegte den ersten Platz, gefolgt von Yusei Hijikata auf Platz zwei und Kensuke Tsutsui auf Platz drei.

Am Freitag begann der Tag mit der offiziellen Eröffnungszeremonie. Die Ehrengäste Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda aus Düsseldorf, Shohei Takada als Vertreter der Nihon Shogi Renmei sowie Masahiro Kita als Vertreter der International Shogi Popularisation Society begrüßten die Teilnehmer und wünschten ihnen ein erfolgreiches Turnier.

Die Europäische Shogi-Meisterschaft selbst wurde über fünf Runden im K.-o.-System unter den 32 stärksten europäischen Teilnehmern ausgetragen. Nach vier Runden standen Eduard Panko und Anton Starykevich als Finalisten fest. Obwohl Anton aufgrund seiner Wertungszahl als klarer Favorit galt, konnte sich Eduard im Finale durchsetzen und wurde zum Europäischen Shogi-Meister 2026. Im Spiel um Platz drei besiegte Thomas Leiter Janik Kruse.

Am Freitag fand außerdem das Finale des Kishin-Turniers statt, bei dem acht vorqualifizierte Spieler auf der Shogi-Wars-App gegeneinander antraten. Yasushi Ishikawa und Frederik Wiethölter kommentierten die Partien live auf YouTube. Viele Teilnehmer verfolgten den Livestream in der Haupthalle.

Im Kishin-Finale trafen Anton Starykevich und Jean Fortin aufeinander. Anton konnte das Finale für sich entscheiden. Im Spiel um Platz drei besiegte Janik Kruse Kanta Okuda.

In diesem Jahr feierte außerdem der Rising Dragons Cup seine Premiere. Das neue Turnier richtete sich an Kyu-Spieler mit einer Wertungszahl von unter 1460. Insgesamt 22 Spieler kämpften um die Pokale. Raaf van Beusekom dominierte das Turnier mit einer makellosen Siegesserie und erreichte neun von neun möglichen Punkten. Dahinter folgten drei Spieler mit jeweils sieben Punkten. Yin Linglun belegte den zweiten Platz, Nikodim Marinov wurde Dritter.

Die Entscheidung bei der World Open Shogi Championship blieb bis zum Schluss offen, wobei in der letzten Runde mehrere wichtige Entscheidungen fielen. Anton Borysov ging mit einem Punkt Vorsprung in die letzte Runde und traf dort auf den Turnierfavoriten Anton Starykevich. In einer intensiven Partie konnte sich Anton Borysov letztlich durchsetzen. Mit acht von neun möglichen Punkten sicherte er sich damit den Titel des World Open Shogi Champions. Frederyk Makolski-Toho und Dmitry Belous folgten mit jeweils sieben Siegen.

Aus Paderborn nahmen Janik Kruse an der Europameisterschaft, sowie Martin Hershoff und Georg Kaczmarek am Rising Dragons Cup teil.

Alle Ergebnisse können auf der offiziellen Internetseite abgerufen werden: https://shogideutschland.de/wosc2026/index.php